
Sensorische Integration- und Wahrnehmungsförderung
Die Sensorische Integration nach Ute Junge ist ein Konzept, das darauf abzielt, Kinder im Autismusspektrum in ihrer Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinnesreizen gezielt zu unterstützen.
Kinder im Autismusspektrum zeigen häufig Besonderheiten in ihrer sensorischen Wahrnehmung. Sie können auf bestimmte Reize über- oder unterempfindlich reagieren, z. B. auf Geräusche, Berührungen oder visuelle Eindrücke. Dies kann ihren Alltag, ihre Lernfähigkeit und ihre soziale Interaktion beeinflussen.
Ziel der Wahrnehmungsförderung nach dem Konzept der Sensorischen Integration- und Wahrnehmungsförderung ist:
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Eine Verbesserung der Reizverarbeitung: Durch gezielte sensorische Erfahrungen soll das Kind lernen, Sinneseindrücke besser zu organisieren und zu integrieren.
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Förderung der Selbstregulation: Kinder sollen unterstützt werden, sich in stressigen oder reizüberflutenden Situationen besser zu regulieren.
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Stärkung von Motorik und Koordination: Übungen fördern Bewegungsabläufe und die Verbindung zwischen Sinneswahrnehmung und Handlung.
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Alltagskompetenzen stärken: Eine verbesserte Wahrnehmungsverarbeitung erleichtert den Umgang mit alltäglichen Anforderungen.
Durch den Einsatz von gezielten Bewegungsübungen wie Schaukeln, Balancieren oder Krabbeln
wird das Gleichgewicht und die Tiefensensibilität gefördert. Der Materialeinsatz von Bälle, Tücher, Sand oder Wasser sind für taktile und die haptische Erfahrungen wichtig. Durch gezielte Entspannungsangebote werden sensorische Pausen, z. B. mit Gewichtsdecken oder ruhigen Rückzugsorten geschaffen.
Der Ansatz von Ute Junge berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes und setzt auf eine spielerische, ressourcenorientierte Förderung, die sich an den Interessen und sensorischen Vorlieben orientiert.